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Konfliktaustragung

Das ist der größte Teil der Geschichte: der Protagonist versucht, sein Ziel zu erreichen, der Antagonist hindert ihn daran.

Je stärker der Antagonist ist, desto gewiefter, stärker und intelligenter muss der Protagonist sein. Wichtig ist, dass der Protagonist trotz aller Widerstände nicht aufgibt, sondern weiter macht. Seine Motivation muss stark sein.

In diesem langen Erzählabschnitt entscheidet sich, ob die Leserschaft die Geschichte mag oder nicht. Mit der Konfliktetablierung und Konfliktauslösung wird ihr Interesse geweckt. Mit der nachfolgenden Konfliktauflösung wird sie befriedigt.

In der Konfliktaustragung geht es darum, das Interesse über einen längeren Zeitraum zu erhalten - oder besser: zu steigern. Der Leser will wissen:

Das Interesse läßt sich steigern, in dem der Konflikt gesteigert wird. Die Situation wird für den Protagonisten immer schwieriger. Bei jedem neuen Versuch muss er mehr riskieren und fordert somit den Antagonisten heraus. Letzter muss jetzt auch mehr riskieren. Ein Angriff-Gegenangriff-Muster.

So schaukelt sich der Konflikt immer weiter hoch. Kurz vor dem Höhepunkt spitzt er sich bis zum Äußersten: der Protagonist gerät in die Krise, die Teil der Konfliktauflösung ist und dort Thema ist.

Ein sich steigender Konflikt wird dynamischer Konflikt genannt. Dieser ist Voraussetzung, dass die Geschichte nicht langweilig wird und Protagonist eine Charakterentwicklung erfährt. Das Ziel muss schwer erreichbar sein und er muss es unbedingt wollen. Nur dann ergibt sich die Notwendigkeit, dass sich sein Charakter verändert.


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