Zettelkasten

Charakterentwicklung

Der Protagonist verändert im Laufe der Geschichte seinen Charakter. Er geht als neuer Mensch aus der Geschichte hervor. (Nur James Bond nicht)

Damit der Protagonist seinen Charakter verändern kann, muss im Laufe der Geschichte mehr Druck auf ihn ausgeübt werden. Er muss sich verändern, um es zu realisieren. Wenn er sich nicht verändert, scheitert er.

Charakterveränderung heißt in den meisten Fällen, dass der Protagonist eine Erkenntnis macht, mit der ihm klar wird, dass er bisher falsch gelebt, falsch gedacht, falsch geliebt, falsch vertraut hat und dass er sein Leben, sein Denken, sein Verhalten ändern muss.

Planung

Bei der Planung für eine Charakterentwicklung ist die Frage nach dem Lernziel von Bedeutung: Was muss der Protagonist in der Geschichte lernen? Welches Wissen muss er sich aneignen, um glücklich zu werden? Wenn Sie wissen, wie der Protagonist enden soll, dann nehmen Sie einen Charakter, der diesem möglichst entgegensteht: aus dem Feigling wird ein Held, aus dem Gehemmten ein Selbstbewusster, aus dem Schüchternen ein Frauenheld. Oder umgekehrt.

Konflikt und Charakterentwicklung

Eine Charakterentwicklung resultiert aus der Auflösung des Widerspruchs zwischen Ziel und Bedürfnis und aus einem inneren Konflikt.

Den äußeren kann die Figur nur lösen, wenn sie den inneren löst. Den inneren kann sie nur lösen, wenn sie ihren Charakter verändert. Sie kann den äußeren Konflikt nur dann lösen, wenn sie eine Charakterentwicklung erfährt.

Um einen inneren Konflikt zu erzeugen, wird der Protagonist oft mit einer sogenannten Backstory-Wound ausgestattet. Einer Wunde aus der Vergangenheit. Damit ist ein Trauma gemeint, eine Wunde, die immer wieder aufplatzt. Die Figur muss ihr Trauma endgültig lösen oder sie geht zugrunde. Backstory-Wound bedeutet immer inneren Konflikt, der es der Figur schwer macht, ihr Ziel außen zu erreichen.


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