Ein Konflikt ist etabliert, sobald im Leben des Protagonisten eine Mangelsituation auftritt.
10.06.2025 - Zettel
ZettelkastenEin Konflikt ist etabliert, sobald im Leben des Protagonisten eine Mangelsituation auftritt.
Zur Konfliktetablierung gehört auch die Darstellung der Routine der Figur. Denn nur, wenn die Leserschaft die Routine der Figur kennengelernt hat, kann sie nachvollziehen, inwiefern das auslösende Ereignis eine Störung darstellt.
Eine Geschichte erzählt davon, wie ein Konflikt entsteht. Es gibt einen Anfang, eine Mitte und ein Ende des Konflikts.
Das Wesentliche bei Geschichten mit Widerspruch zwischen Ziel und Bedürfnis ist die Krise. Die Figur kommt an einen Punkt, an dem ihr klar wird, dass ihr bisheriges Streben nicht zum Ziel führen konnte; dass das, was sie die ganze Zeit gewollt hat, nicht das ist, was sie braucht.
Für die Tiefe einer Figur und des Konfliktes ist es wichtig, dass die Figur nicht nur einen Mangel erleidet, sondern auch einen zweiten: Ziel und Bedürfnis.
Wie geht die Geschichte nach der Störung der Routine weiter? Was verändert sich und welche Figuren sind davon betroffen?
Um Glück zu erlangen - Bedürfnisse befriedigen
Ziel und Bedürfnis stehen in einem bestimmten Verhältnis zueinander: Mit dem Erreichen eines Ziels will eine Figur immer ein bestimmtes Bedürfnis befriedigen.
Widerspruch zwischen Ziel und Bedüfnis
Der Protagonist (u.a. Figuren) ist sich seines wahren Bedürfnisses nicht bewusst und verfolgt ein Ziel, mit dem er dieses Bedürfnis nicht befriedigen wird: Die Realisierung seines Ziels wird ihm nicht zu Glück und Frieden verhelfen.
Jede Geschichte erzählt von einer Person, die in einen Konflikt gerät und bei dem Versuch, ihn zu lösen, auf Widerstände trifft, so lange gegen diese Widerstände ankämpft, bis es ihr gelingt, sie zu überwinden und den Konflikt zu lösen oder bis sie an ihm zugrunde geht.
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