Zettelkasten

Bedeutungslosigkeit lieben

Die Bedeutungslosigkeit ist die Essenz der Existenz. Sie ist überall und immer bei uns. Man muss lernen, sie zu lieben. Atmen Sie diese Bedeutungslosigkeit ein, die uns umgibt, sie ist der Schlüssel zur Weisheit, sie ist der Schlüssel zur guten Laune.

Milan Kundera - Das Fest der Bedeutungslosigkeit

Vergottung der Macht

… überall, wo die Macht sich vergottet, schafft sie sich automatisch eine eigene Theologie; überall, wo sie als Gott auftritt, ruft sie religiöse Gefühle wach; die Welt kann mit einem theologischen Vokabular beschrieben werden.

Josef Klein - Sprache und Macht

Milan Kundera - Die Kunst des Romans

Hans-Joachim Maaz - Der Gefühlsstau - Ein Psychogramm der DDR

Volk in Infantilität gehalten

Ein ganzes Volk wurde in ewiger »Kindheit« gehalten …​ Der Staat war der große, allwissende, immer recht behaltene, autoritäre, alles bestimmende Vater. Gegen den Staat und seine Entscheidungen gab es praktisch keine Rechtsmittel…​ Die Mutter (Partei) dominiert und beherrscht den Vater (Staat), der seine Depotenzierung dann mit besonderen Strenge an den Kindern (Volk) ausläßt.

Im Reich des totalitären Kisches

In einer Gesellschaft, in der verschiedene politische Richtungen nebeneinander existieren, deren Einfluß sich gegenseitig behindert und begrenzt, kann man der Inquisition durch den Kitsch noch entkommen.

Der Große Marsch vorwärts

Diktatur des Proletariats oder Demokratie? Verdammung der Konsumgesellschaft oder Erhöhung der Produktion? Darauf kommt es überhaupt nicht an.

Der politische Kitsch

Seit der Französischen Revolution nennt sich die eine Hälfte Europas Linke, während die andere sich die Bezeichnung Rechte erworben hat. Es ist nahezu unmöglich, den einen oder anderen Begriff aufgrund irgendwelcher theoretischen Prinzipien, auf die er sich stützt, zu definieren.